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Re: Wohnzimmer
von Jared am 03.10.2020 16:36Jedes Jahr war es auch immer eine große Überlegung, ob wir unsere Kinder ein weiteres Mal nach Hogwarts schicken sollten. Wir gaben die Verantwortung für sie an die Schule ab und konnten eben auch nicht da sein, wenn irgendetwas passierte. Diese Gedanken hatten mich in den Sommerferien manchmal wach gehalten, doch im Endeffekt erachtete ich Hogwarts als ziemlich sicher. Mir war bewusst, dass sich auch dort ein paar Schüler aufhielten, die vielleicht nichts Gutes im Schilde führten, doch die Lehrer hatten ein wachsames Auge darauf. Und ich vertraute Dumbledore. Schon zu unserer Schulzeit war er an der Schule gewesen und heute vertraute ich ihm meine eigenen Kinder an. "Ich lasse auch nicht zu, dass dir irgendetwas passiert, Liebling." Da sprach der Ehemann und Familienvater in mir. Ich würde alles für meine Familie tun, selbst wenn es mir das Leben kosten würde. "Ich habe um ehrlich zu sein auch schon mit dem Gedanken gespielt, ob ich mich vielleicht dem Orden anschließe", redete ich weiter. "Ich habe das Gefühl, dass diese Truppe immer stärker gebraucht wird und vielleicht würde es mir auch das Gefühl vermitteln, dass ich helfen kann."

Re: Wohnzimmer
von Jared am 27.09.2020 16:32Zauberkunst war eben das A und O, wenn man Zaubern eigentlich lernen wollte. Es war meist auch das Fach, was den Erstklässlern am meisten Spaß bereitete, was aber auch niemanden wundern musste. Es war meist das erste Mal, dass die Kleinen überhaupt zaubern durften, zuvor konnten sie es ja nie. Die Muggelstämmigen mussten es erst kennenlernen und der Rest durfte Zuhause nicht. Ich war schon gespannt, wie es Dawn in Hogwarts erging und welche Fächer ihr am liebsten waren. Noch warteten wir auf einen Brief. "Wenn wir ehrlich sind, ist es eigentlich die Basis, auf was alles weitere aufgebaut wird", meinte ich. Ohne zaubern lief bei den meisten Zauberberufen rein gar nichts und auch im Alltag war das ein oder andere ganz hilfreich.
Ich seufzte und zog den Arm etwas enger um sie. Diese Geschichten bereiteten einem oft eine Gänsehaut am ganzen Körper. Auch wenn ich halbblütig war, ließ es mich natürlich nicht kalt. Muggelstämmige waren das erste Ziel, doch auch ich wäre dran, da wir einfach nicht rein waren. "Momentan wird es wirklich wieder schlimmer. Ich habe heute Morgen in der Pause den Tagespropheten gelesen und hätte ihn nach zwei Seiten am liebsten wieder weggelegt." Todesserangriffe hier und da, vermisste Personen und auch bereits ein paar Morde. Wir lebten wirklich in keinen guten Zeiten und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis das alles eskalieren würde.

Re: Wohnzimmer
von Jared am 20.09.2020 21:32Tess war mir nie recht böse deswegen, doch mir ging es kaum anders. Wir verstanden beide die Arbeit des anderen und wussten auch, dass wir es taten, um unsere Familie auch finanzieren zu können. Vier Kinder waren eben auch mehr als nur eines allein, aber ich würde mir kein einziges davon wegwünschen. Sie alle waren absolut einzigartig und perfekt, ich liebte sie alle gleich. Schon damals hatte ich mir eine große Familie mit richtigem Zusammenhalt gewünscht und genau das hatte ich auch erreicht.
"Mein Tag war recht gut", gab ich zu, lehnte mich auf dem Sofa zurück und hob meinen einen Arm, den ich dann um Tess' Rücken legte. "Ich glaube ich habe es recht gut erwischt mit meinem Fach. Der Zauberkundeunterricht in Hogwarts ist wirklich nicht schlecht, weshalb meine Studenten auch wenig Fehler machten." Die Hauptsache war hier eher, dass sie die Sprüche gut auswendig lernten und sie innerhalb von wenigen Sekunden im Hirn abrufen konnten. Der nächste Schritt wäre dann eben, dass man ihnen lehrte, wie man es auch den Schülern vermittelte. "Aber Überstunden klingen echt mies", gestand ich, "war wieder so viel los?" Ich hörte immer wieder, dass es ziemlich stressig dort im Mungos werden konnte, doch das verstand ich auch. Sie retteten teilweise Menschenleben, wenn das keine Action war, dann wusste ich auch nicht.

Re: Wohnzimmer
von Jared am 20.09.2020 12:53Heute war ein langer Tag an der Uni. Die letzten meiner Vorlesungen waren erst am Nachmittag, weshalb auch ich heute bis zum Schluss bleiben musste. Mir machte es zwar nichts aus, da ich meinen Job liebte und meine Entscheidung von damals, ins Uni-Lehramt zu gehen auch niemals bereut hatte, aber gleichermaßen wusste ich auch, dass meine Frau an Tagen wie diesen länger Zuhause warten musste. Die letzten Jahre stellte das eher weniger ein Problem dar, da wir immer mindestens ein Kind im Haus hatten, um das man sich kümmern musste, aber diese Sache fiel seit Anfang September auch weg. Unser kleiner Sonnenschein Dawn war nun auch schon eine Erstklässlerin und so verbrachten alle vier Geschwister die meiste Zeit des Jahres nun auf Hogwarts.
Nachdem ich in der Uni alles erledigt hatte und mein Büro abschließen konnte, apparierte ich auch so schnell wie möglich nach Hause. Tess hatte das Apparieren direkt ins Haus nicht so gerne, da man nie wissen konnte, wo sie gerade war und sie sich somit desöfteren erschreckte, wenn ich plötzlich vor ihr stand. Genau aus diesem Grund kam ich immer in der kleinen Seitengasse neben unserem Grundstück an und legte die letzten Meter zu Fuß zurück. Ich schloss die Haustüre auf und trat ein. Im Flur legte ich Schuhe und Jacke ab, den Hausschlüssel legte ich in die kleine Schale auf der Kommode. Dann machte ich mich auf die Suche nach meiner Frau, fand sie aber recht schnell, als ich ins Wohnzimmer kam. "Hallo Liebling", meinte ich, setzte mich zu ihr und küsste sie kurz zur Begrüßung, wie ich es immer tat. Mir war es selbst nach all den Jahren wichtig, ihr zu zeigen, wie viel sie mir doch bedeutete, auch wenn diese Art bei unseren Jüngsten manchmal ein Naserümpfen und angewiderten Gesichtsausdruck auslösten. Das fand ich tatsächlich immer sehr amüsant. "Tut mir leid. Ich hatte genau heute die letzten Vorlesungen, daher wurde es auch so spät."















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