Wohnzimmer
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Re: Wohnzimmer
von Jared am 15.10.2020 19:32Nachdem Tess und ich unseren Kindern schon ein wenig hinterhertrauerten, nachdem sie jetzt alle nach Hogwarts gingen, setzte ich mir einfach in den Kopf, ihr einen schönen Abend zu bereiten. Wir konnten endlich mal wieder ausgehen und vielleicht könnten wir unsere Zeit, die wir gemeinsam verbrachten damals als frisch verheiratetes Ehepaar und noch kinderlos ein wenig Revue passieren lassen. Ich erinnerte mich manchmal gern an diese Zeit zurück, auch wenn ich sie nicht für das hier und jetzt eintauschen wollte. Meine Familie war alles für mich mit Tess und mit meinen Kindern. Ohne sie würde wirklich sehr viel fehlen, wie wir es momentan schon täglich mitbekamen.
Tess und ich machten uns fertig. Ich hatte mir extra einen Anzug angezogen, auch wenn ich noch nie ein großer Fan von ihnen war. Es war ein dunkelblauer, zwar nicht der selbe, wie damals vor knapp zwanzig Jahren, da dieser schon nicht mehr in meinem Besitz war, doch er kam ihm recht nahe. Früher waren wir oft mal essen gegangen und auch mal in etwas teurere Restaurants. In eines hatten wir uns damals direkt verliebt, es lag mitten in London und die Besitzer waren noch immer die selben, weshalb ich jetzt gerne mit ihr dorthin gehen wollte. Ich schlüpfte noch in meine Schuhe, ließ meinen Geldbeutel und den Zauberstab in meine Taschen wandern und wartete dann bloß noch auf meine Frau.

Tess
Gelöschter Benutzer
Re: Wohnzimmer
von Tess am 15.10.2020 20:25Ich suchte mir ein schönes blaues Abendkleid heraus und dazu passende Schuhe. Ehe ich mir noch etwas Make-up auflegte und die Haare etwas zusammen machte. Ehe, ich dann zu meinem Mann ging. Es war echt ein tolles Gefühl mal wieder für uns zu zweit zu sein. Klar, ich liebte meine Kinder und ich liebte es Mutter zu sein. Niemals würde ich meine Kinder eintauschen. Aber ich liebte eben auch Jared. Weswegen ich mich auch freute Zeit mit ihm zu Essen.
Ich sah dann meinen Mann im Anzug und lächelte. "Du siehst echt super aus, der Anzug steht dir sehr gut.", meinte ich lächelnd und küsste ihn sanft. "Wo gehen wir essen?", fragte ich und sah ihn an. Ich war aufjedenfall auch ohne Essen gehen glücklich. Ich war glücklich verheiratet , hatte vier wundervolle Kinder und auch so waren wir alle gesund, dass war mir das wichtigste. Mein Leben könnte eigentlich nicht besser laufen. Ich hoffe einfach das es noch lange so bleiben würde.
Re: Wohnzimmer
von Jared am 15.10.2020 21:25Obwohl Tess und ich schon einige Jahre verheiratet waren, hatte sich an meinen Gefühlen für sie nie etwas verändert. Wir hatten andere Rollen eingeschlagen, als wir Eltern wurden, natürlich veränderte sich da auch die Beziehung, wenn plötzlich Kinder da waren, aber ich war nach wie vor glücklich mit ihr. Keine andere Frau interessierte mich und noch immer fand ich sie unheimlich attraktiv. Dies bewies sie mir diesmal schon wieder, als sie mir mit ihrem blauen Kleid entgegen kam. "Ich habe aber heute Abend eine noch viel besser aussehende Begleitung", schmunzelte ich und erwiderte ihren Kuss nur zu gerne. Manchmal waren wir wieder wie Teenager, die Zeiten, in denen wir uns damals ineinander verliebt hatten, doch das störte mich auch nur wenig. Unsere Kinder waren im Moment sowieso nicht da. "Das ist eine Überraschung. Aber ich denke, du wirst es gleich wissen, wenn wir appariert sind." Tess würde die Straßen erkennen und in der Gegend dort gab es nur ein Restaurant, in dem wir damals immer essen waren. Ich griff nach ihrer Hand und apparierte, ließ uns in einer Seitengasse auftauchen, damit uns keiner bemerken würde.

Tess
Gelöschter Benutzer
Re: Wohnzimmer
von Tess am 16.10.2020 18:45Ich lächelte als er meinte, dass auch ich gut aussah. All die vielen Jahre hatten nichts geändert. Und auch die vier Kinder nicht. Einfach weil wir uns immer respektiert und geliebt hatten. Und auch mal für uns zwei waren. Das war eben auch wichtig, wenn man in einer Beziehung war. "Ach, Quatsch.", meinte ich und sah ihn an. Aber mittlerweile nahm ich auch Komplimente an, damals in der Schule hatte ich das oft nicht.
Ich war aber auch in seiner Nähe oft wie ein Teenager. Und es störte mich wirklich überhaupt nicht, es war gut, wenn man eine Beziehung immer wie frisch verliebte anging. "Na, dann bin ich aber gespannt.", meinte ich, ehe wir apparierten und erkannte natürlich die Straße sofort. "Hier waren wir doch früher immer. Ich weiß gar nicht, wie lange waren wir nicht hier?", fragte ich und sah mich kurz um. Es sah noch genauso aus wie früher.
Re: Wohnzimmer
von Jared am 17.10.2020 01:11Natürlich erkannte Tess es sofort. So oft wie wir hier waren, hätte es mich eher verwundert, wenn sie nicht wüsste, wo wir gelandet waren. Ich achtete nochmal ganz genau darauf, dass mein Zauberstab gut versteckt war, denn das würde in Muggellonden wirklich komisch aussehen, anschließend setzte ich mich mit meiner Frau wieder in Bewegung. Ihre Hand hielt ich noch vom Apparieren zuvor. "Ich kann es dir nicht genau sagen, aber es sind definitiv einige Jahre vergangen", erwiderte ich auf ihre Frage hin. Mitgezählt hatte ich nicht, aber die Zeit fühlte sich endlos lange an. Zu schade eigentlich. Das Restaurant war wirklich richtig gut. Wir bogen in die etwas größere Hauptstraße ein und hier merkte man dann auch gleich das belebtere London. Einige Muggel liefen hier die Straße entlang, manche waren alleine, manche hatten jemanden als Begleitung dabei oder führten den Hund aus. "Aber das Restaurant war doch damals schon unser Favorit und ich finde wenn wir schon einen kinderlosen Abend haben, dann können wir auch ein wenig in der Vergangenheit schwelgen, findest du nicht?"

Tess
Gelöschter Benutzer
Re: Wohnzimmer
von Tess am 17.10.2020 23:01Mir hatte es hier immer gefallen. Wir waren früher sehr oft hier gewesen, aber nachdem wir dann unsere Familie hatten, war das irgendwie eingeschlafen. Doch dennoch freute ich mich das wir mal wieder hier waren. Ich drückte seine Hand etwas und lächelte ihn. "Ja, zu lange. Ich liebe dieses Lokal.", sagte ich und sah meinem Mann in die Augen. Ich freute mich wirklich einfach mal wieder Zeit mit meinem Mann zu verbringen. Das war wirklich einfach mal was gutes. Wir gingen dann auch gleich weiter und merkte sofort wie die Muggel hier herum wuselten. Jahrelang war das meine Heimat gewesen, meine restliche Familie lebte auch noch hier, weswegen auch unsere Kinder oft was von Muggellondon kennen lernten. "Ja, dass ist es hoffentlich auch noch heute. Vielleicht haben sie sich gar nicht soviel verändert."
Re: Wohnzimmer
von Jared am 18.10.2020 00:09Ich wusste, wie man Tess eine Freude machen konnte und manchmal genügten dann schon solche Kleinigkeiten wie gerade. Bevor wir zuhause saßen und unseren Kindern nachtrauerten, konnten wir es auch mal positiv sehen und einfach diese Zweisamkeit genießen. Das war nicht egoistisch oder sowas, das tat unserer Ehe auch mal wieder ganz gut, auch wenn ich nicht behaupten könnte, dass es schlecht lief. Ich war zufrieden mit ihr und unserer gemeinsamen Familie. Es war genau das, was ich mir damals gewünscht hatte. "Wir werden es gleich sehen", lächelte ich, denn ich konnte das große Schild auch schon erkennen. Es war nur noch wenige Häuser entfernt. Ein paar Muggel kamen uns noch entgegen, manche von ihnen auch sehr schick angezogen, sodass ich glaubte, dass sie sicherlich auch dort essen gegangen waren. So zufrieden wie sie ausgesehen hatten, schien es auch immer noch unglaublich gut dort zu sein!
Ich hielt meiner Frau die Tür auf und betrat nach ihr das Lokal. Wie gewohnt war es recht gut besucht, aber auch ohne Reservierung sollte man noch einen Platz finden.

Tess
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Re: Wohnzimmer
von Tess am 18.10.2020 17:50Ich war wirklich niemand, der viel bräuchte und sich gerne mal über die kleinen Dinge im leben freute. So war es einfach viel angenehmer als immer nur Trübsal zu blasen. Und natürlich machte es mich erstmal traurig, meine Kinder nach Hogwarts zu schicken. Immerhin war es ja auch traurig, aber mir eine schöne Zeit mit Jared zu machen, war da natürlich auch wirklich was schönes und zauberte die Traurigkeit schnell weg. Auch hatte ich mehr Zeit etwas mit Leighton zu machen. Was manchmal mit den Kindern auch zu kurz kam.
Ich ging neben ihm her zum Restaurant und sah mich schon am Eingang um. "Es sieht immer noch genauso schön aus, wie früher.", sagte ich zu meinem Mann und sah mich dann, nachdem ich rein gegangen war innen um. Ein paar Sachen hatten sie verändert, aber zum guten. Sicher sah es mit dem Essen auch nicht anders aus.
Re: Wohnzimmer
von Jared am 25.10.2020 10:44Alte Erinnerungen kamen hoch und irgendwie war es ganz nett. Man fühlte sich gleich etwas anders. "Meines Wissens nach sind es auch noch die gleichen Besitzer wie damals", erklärte ich ihr. Das Restaurant gehörte damals schon einer Familie, sie gaben es von Generation zu Generation weiter. Sicher hatten es schon die Kinder übernommen, es war ja doch etwas Zeit vergangen, jedoch schienen sie noch im engen Kontakt zu stehen. Vielleicht arbeiteten sie ja sogar auch zusammen hier, man wusste es nicht. Ein Kellner kam direkt auf uns zu und brachte uns zu einem freien Platz, der heute Abend noch nicht reserviert war. Ich dankte ihm, rückte meiner Frau den Stuhl zurecht, musste jedoch leicht grinsen. "Die Dame." Wenn wir schon hier waren, durfte ich auch ein wenig mit den Gentleman-Fähigkeiten spielen. Anschließend setzte ich mich auf den Platz gegenüber von ihr.

Tess
Gelöschter Benutzer
Re: Wohnzimmer
von Tess am 25.10.2020 15:02Ich nickte. Aufjedenfall gefiel es mir hier. So wie es auch damals war. "Das sieht man aufjedenfall. Immerhin sieht man ja das es an sich noch gleich aussieht, aber einige Änderungen sind halt manchmal notwendig.", meinte ich lächelnd. Und vorallem wenn es gute Veränderungen waren.
Ich ging dann mit meinem Mann zu unserem Platz und setzte mich. "Danke, der Herr. Das hast du aufjedenfall noch nicht verlernt.", meinte ich. So war er ja schon zu Schulzeiten gewesen und das war auch eine der Sachen die ich an ihm liebte. Das er so ein Gentleman war. Und mich auch immer gut behandelte. Und das gab er auch an unsere Kinder weiter. Diese behandelte er auch immer gut. Ich wusste das ich eine Menge Glück mit meinem Mann hatte.














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