Wohnzimmer

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Tabby
Gelöschter Benutzer

Re: Wohnzimmer

von Tabby am 11.12.2020 23:24

Für mich waren Todesser genauso feige. Ich hielt nichts von ihne. Denn egal was ich tat, ich musste am Ende dazu stehen. Klar, konnte ich sagen, dass ich hier und da einen Fehler gemacht hatte oder das ich gezwungen wurde, aber dann musste es eben so sein. Und nicht gelogen. Man konnte ja seine Fehler einsehen, da sagte niemand was, aber wenn man eben genau dazu stand und es nicht als Fehler sah, musste man das eben auch sagen. "Das sehen sie aber nicht so, für viele ist es ja richtig, dass sie Muggel oder Muggelstämmige töten. Sie denken, dass ist okay so.", meinte ich. Natürlich war es das nicht und schon gar nicht, die eigene Familie. 
"So geht es mir da auch. Ich finde keine Antwort drauf. Stell dir mal vor du würdest Doe oder Priss umbringen, nur weil sie nicht rein sind. Das ist doch krank. Die beiden sind unser eigen Fleisch und Blut, man muss doch einfach nur Irre sein, wenn man sowas übers Herz bringt. Und da habe ich auch überhaupt kein Verständnis für und da geht es nach Askaban. Niemand bringt einfach so die Familie um."
Dann hörte ich meinem Mann zu und musste lächeln. "Das ist wirklich was schönes.", meinte ich und es lenkte mich etwas von dem Thema ab. Und das war auch besser so, denn das Thema war echt alles andere als schön. Mein Job war eben nicht schön, aber ich war froh, etwas gutes zu tun. "Ich hoffe sie melden sich bald wieder. Doe hat ihr letztes Jahr und Priss macht bei diesem Tunier mit, da würde ich schon gerne wissen, wie es läuft.", meinte ich. Ich war da schon stolz auf meine Tochter, machte mir aber auch Sorgen um sie, denn ihr sollte nichts passieren. 

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Carlisle

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Re: Wohnzimmer

von Carlisle am 15.12.2020 20:31

Natürlich dachten sie es sei okay was sie machten. Doch es war es nicht „in ihrer Weltanschauen, mag es richtig sein. In der eigentlich ist es falsch", so war es und deshalb war es nur richtig, dass diese Leute auch bestraft wurden, weil sie es nicht verdient hatten aus dieser Sache auch nur ohne Strafe rauszukommen. Egal was sie taten oder nicht. Schon das Mal zu tragen, sollte einfach als eine Strafe angesehen werde. Todesser zeigten immer deutlich was sie waren und ich war jemand, der da keine Kompromisse machen würde. Da hätte hart durchgreifen müssen.
„Zum einen kann ich mir nicht vorstellen so was zu tun Tabby, das andere ist, ich will es mir nicht vorstellen", nein so was war über meine Vorstellungskraft. Ich würde meinen Kindern niemals was tun, dafür liebte ich Prisca und Dorcas viel zu sein und würde meinen drei Mädels wirklich nie was tun. Auf so einen Gedanken würde ich nicht kommen „Aber ich sehe es auch wie du, eine Reise nach Askaban ohne Heimkehr", töten ging niemals und die eigene Familie schon gar nicht. Da war eine Grenze, die nicht zu überschreiten war. Die Familie sollte das wichtigste sein.
Ich nickte, ich hatte manchmal auch schöne Dinge in meinem Beruf, davon erzählte ich Tabby dann gerne, nachdem sie ihren Tag los werden konnte, dann konnte ich meine Frau damit ein bisschen aufheitern. Das war wichtig für mich, ich mochte es nicht, wenn sie nur eine Sekunde nicht gut drauf.
„Ansonsten schreiben wir Prisca mal, fragen wie das Turnier bisher gelaufen ist" meinte ich. Grade bei der Kleinen von uns, interessierte es mich, wie wohl die Aufgabe gelaufen war. Ob es ihr Spaß machte und wie sie herausgefordert wurde. Dass sie dort mitmachte war vielleicht grade für ihr Selbstbewusstsein eine gute Sache.

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Tabby
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Re: Wohnzimmer

von Tabby am 15.12.2020 22:59

Da sagte mein Mann genau das richtige. Es war eben nur für sie richtig. Für keinen anderen. "Mir tuen eben nur immer die leid, die wirklich gezwungen werden. Gerade die jungen Leute werden oft da rein gedrängt, weil eben die Eltern schon so sind.", meinte ich. Und dann wurde eben wirklich mit dem Tod der Schwester oder des Bruders gedroht oder der Freundin, wenn man denn eine hatte. Und da wüsste ich dann auch nicht mehr, was dann eben in dem Moment für einen so jungen Menschen richtig erschien. Als Erwachsener konnte man noch sehr rational denken, aber Jugendliche dachten oft zu wenig drüber nach und machten das was gerade für sie am sinnigsten erschien. 
"Ich weiß.", sagte ich und merkte wie es mir dabei kalt den Rücken runter lief, wenn ich nur daran dachte, sowas zu tun. Das war nicht richtig und niemand sollte sowas tun. Niemals könnte ich meine zwei Kinder oder meinem Mann was tun. Niemals. Und ehrlich gesagt wollte ich darüber auch nicht mehr nachdenken, es war einfach viel zu schrecklich. "Aufjedenfall. Denn irgendwo ist eine riesige Grenze überschritten und ich finde, jemand der nicht vor dem ermorden seiner Familie zurück schreckt, der schreckt vor gar nichts zurück und wird auch nie Reue für sowas empfinden."
Natürlich wusste Carlisle auch das er nicht daran schuld war, wenn ich durch so einen Arbeitstag nicht gut drauf war. Aber dennoch mochte ich es wenn er dann dafür schuld war, dass es mir wieder besser ging. Früher hatten auch die beiden Mädchen noch dazu beigetragen, doch die waren ja die meiste Zeit in Hogwarts.
"Das ist sicher mal eine gute Idee. Ich würde schon gerne wissen, wie sie sich macht.", meinte ich. Klar, es war für ihr Selbstwertgefühl recht gut, aber dennoch machte ich mir Sorgen, dass konnte eben auch ziemlich gefährlich werden. Und ich wäre sicher sofort in Hogwarts, wenn ich hören würde das ihr was passiert wäre. 

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Carlisle

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Re: Wohnzimmer

von Carlisle am 19.12.2020 22:27

Ich überlegte, wollte nicht herzlos wirken, doch dann sagte ich „Es hält sich in Grenzen. Familie hin oder her, jeder der sich zwingen lässt, traf die Wahl, es sich einfacher zu machen, und sich zu einem Todesser machen zu lassen.", mochte jetzt blöde klingen, doch sie hatten eine eigene Meinung und haben sich bewusst, gegen diese entschieden, wieso sollten sie uns dann so leidtun? „Natürlich mögen die Eltern eine Mitschuld tragen, doch im Endeffekt muss jeder doch trotzdem für sich entscheiden, ob er das jetzt will"; das glaube ich dann doch schon.
„Die Grenze wurde schon mit einem Mord überschritten", meinte ich ganz klar dazu. Nicht erst bei der Familie. Wer bereit war zu töten, hatte bereits einen Weg eingeschlagen, von dem niemand mehr so leicht wegkommen würde. Es war falsch und nicht zu entschuldigen. Notwehr war was anderes, doch alles andere, nein da gab es keine Entschuldigung, mit der ich mich zufriedengeben würde.
Das ich meine Frau aufheiterte, war für mich wirklich selbst verständlich, ich wollte einfach, dass es ihr gut ging, ihr es an nichts fehlte. Das war doch alles was zählte und was mir auch sehr wichtig war.
„Dann machen wir es. Soll jeder von uns ein Schreiben, oder willst du lieber beide machen?", fragte ich meine Frau und fand, wir sollten es vielleicht gleich machen, dann war es erledigt und wir konnten uns darauf konzentrieren auf die Antwort zu warten von den beiden.

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Tabby
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Re: Wohnzimmer

von Tabby am 22.12.2020 23:41

Ich wusste das jeder da eine andere Meinung hatte und ich sah es eben so, dass man den Jugendlichen früh Hilfe anbieten sollte, damit es soweit gar nicht kam. Das es gar nicht das Problem gab, dass sie solche Schritte einleiten musste. "Man musste den Kindern einfach viel früher Hilfe anbieten, damit sie sowas gar nicht erst machen müssen. Meistens sind es noch Kinder.", meinte ich. 
Da hatte er wohl auch recht. Aber für mich war Familie nochmal eine Obergrenze. Und ehrlich gesagt, da war dann auch wirklich Hopfen und Malz verloren. "Ja, ein Mord an sich ist schon die erste Grenze, aber die Familie ist dann gleich nochmal ein größerer Härtegrad.", meinte ich dann einfach. Es war eben nicht miteinander zu vergleichen fand ich.
"Ich denke wenn wir beide einen schreiben, dann geht es doch schneller.", meinte ich. "Wem unserer Mädchen möchtest du schreiben?", fragte ich. "ich habe noch ein paar Kekse die würde ich gerne mit rein packen.", meinte ich lächelnd. 

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Carlisle

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Re: Wohnzimmer

von Carlisle am 25.12.2020 11:00

Ich schaute meine Frau an und dachte nach "Manchen kann sicher geholfen werden, aber glaub mir genügend von ihnen, wollen keine Hilfe. Nicht jeder ist ein Opfer seiner Eltern, Tabby. Manche wollen diesen Weg." nicht jedem konnte geholfen werden und dazu zählte nicht nur die, die das ganze wollten. Sondern manchmal auch solche, die sich nicht helfen lassen wollten und immer wieder zurück gingen. Irgendwann musste man es lassen und sie mussten selbst entscheiden. Nicht jeder konnte gerettet werden.
"Ja vielleicht. Aber trotzdem nichts ist schlimmer als das andere. Egal wen die Todesser töten, es ist zu viel", da war ich einfach so. Egal wen sie umbrachten, Mord war zu viel und es verdiente keine Abstufungen in diesem Bereich. Denn alles war grausam egal wie nahe sie miteinander verwandt waren.
"Denke ich auch, dass es schneller gehen würde. Ich denke ich würde dann Dorcas schreiben"; gerne würde ich sie übernehmen. Es war ihr letztes Jahr und so ein paar Dinge hatte ich ihr so oder so noch mitzugeben, deshalb fiel diese Wahl nun auf meine große Tochter. "Auf die Kekse werden sie sich sicherlich freuen" lächelte ich und konnte mir sehr gut vorstellen, dass ihnen grade die Kekse am Brief gefallen würden.

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Tabby
Gelöschter Benutzer

Re: Wohnzimmer

von Tabby am 28.12.2020 17:49

Ich sah ihn an und lächelte ihn an. "Ich meine auch die, denen geholfen werden will. Die sich wirklich losreißen wollen, denen die einfach nur Angst haben und die einfach nur Schutz gesucht hatten.", meinte ich und fuhr mir durch die roten Haaren. Den ich half eben sehr gerne. Und natürlich würde ich mir die Hände nicht für die schmutzig machen, die es nicht wollten, so war ich dann auch nicht. Aber würde Sirius Black hier vor der Tür stehen, wäre er der letzte den ich rauswerfen würde.
Ich wollte über das Thema Mord nicht mehr sprechen und nickte dann einfach, denn für mich war das Thema erstmal beendet. Ich wollte den Abend wirklich nicht mit schlimmen Gedanken verbringen. 
Dann nickte ich. "Dann schreib du Doe und ich nehme Priss. Ich will bei ihr eh wissen, wie es läuft. Sie denkt immer wie lieben Doe mehr oder sind nur auf Doe stolz, aber das stimmt nicht. Ich liebe beide gleich viel und bin auf beide gleich stolz und ich weiß das es bei dir ebenfalls so geht.", meinte ich und holte dann Pergament und Feder, damit wir die Briefe schreiben konnten. 

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Carlisle

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Re: Wohnzimmer

von Carlisle am 28.12.2020 23:56

"Ich weiß was du meinst", sagte ich zu meiner Frau und nahm ihr Gesicht in meine Hände "nur Liebling, du kannst nicht jeden retten. Sie müssen es selbst schaffen. Es bringt nichts, wenn sie Hilfe bekommen und einen in den Abgrund reißen, weil sie doch nicht mehr geholfen werden möchten", ich wollte eben auch meine Frau beschützen, natürlich gab es Menschen wie Sirius Black, die es wollten, denen würde ich auch helfen, aber ganz ehrlich ich blieb da lieber in unserem Bekanntenkreis, würde da niemand Fremdes wirklich vertrauen.
"Mach das" sagte ich dazu und fand einfach, dass unsere jüngste Tochter manchmal ein wenig übertrieb. Ich sprach es nicht aus, sie war so unsicher. Also von uns hatte sie es sicher nicht und wir hatten ihr auch nie den Anlass gegeben, dass sie weniger geliebt wird. "Das sollte sie langsam auch wissen. Es ist nicht gut, dass sie ständig ihre große Schwester vorschiebt, weil sie denkt sie sei besser", nein hier musste ich auch mal ein Machtwort reden. Ich fand es nicht gut, dass die große nun leiden und zurückstecken sollte, weil die andere meint sie wäre ungeliebter. Es war nicht so und wenn das Kind nicht mal uns Eltern vertraute, dass wir beide gleich liebten, dann musste Prisca auch ein wenig nachdenken, was bei ihr nicht stimmte. Natürlich liebte ich unsere Kinder, doch wir konnten uns nicht um eins mehr kümmern, weil sie mehr Liebe brauchte damit sie sich geliebt fühlte. Da würde unsere Jüngste ein bisschen an sich arbeiten müssen, denn sonst sah ich bald das Problem, dass sich Doe auch von uns entfernen könnte. "Du weißt ich mein es nicht böse, doch es kränkt mich eben auch, wenn sie meint wir lieben sie weniger."

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Tabby
Gelöschter Benutzer

Re: Wohnzimmer

von Tabby am 03.01.2021 15:45

Ich sah meinem Mann in die Augen und seufzte. Er hatte wohl recht. Ich konnte nicht jedem helfen. Aber ich könnte es versuchen und ich würde es auch, wenn sich die Möglichkeit dafür bot. "Ich weiß, ich will auch nicht jedem helfen, aber eben denen die sie wollen oder brauchen. Denen möchte ich helfen.", meinte ich und fuhr mir durch mein Haar. Es war eben wirklich schwierig, da das Mittelmaß zu finden. 
Ich seufzte. "Carlisle sie ist eben nicht so selbstbewusst.", meinte ich und nahm da meine Tochter auch mal in den Schutz. Sie war eben das Küken. Doe war so intelligent und war auch selbstbewusst. Natürlich liebte ich auch sie. Ich liebte meine Töchter gleich viel. Aber Priss war eben anders. Das merkte man ja schon daran, dass sie eine Hufflepuff war, während wir Ravenclaws waren. Sie wollte sich eben auch beweisen und wusste vermutlich einfach nicht wie. "Vielleicht sollten wir aber wirklich mal mit ihr reden, mal sehen was bei ihr denn so ist, vielleicht können wir es dann im Keim ersticken, dass sie merkt, wir lieben sie. Und das zu gleicher Maßen wie Doe.", meinte ich und begann dann meinen Brief, immerhin wollte ich wissen, wie es bei meiner kleinen lief. Dadurch musste sie ja eigentlich merken, dass wir sie liebten. 

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Re: Wohnzimmer

von Carlisle am 04.01.2021 09:27

Ich seufzte und schaute meine Frau an. So war sie, sie wollte anderen immer helfen, ich wollte, dass sie sich dabei nicht kaputt machen sollte. "Ich versteh dich, aber denk auch an dich. Bitte und an uns, deine Familie", das war mir da auch wichtig, denn keine sollte darunter leiden, besonders meine Frau nicht. Deshalb war ich da auch ein wenig besorgt.
"Nein ist sie nicht. Und trotzdem verletzt es ein bisschen, dass sie aus unserem Handeln herausdenkt, wir würden sie weniger lieben", das sagte ich Prisca immerhin nicht, doch es war verletzend. Weil ich keins meiner Kinder anders behandelte. Natürlich durfte Dorcas mal mehr, aber sie war auch ein paar Jahre älter, also das hatte nichts mit mehr lieben zu tun. "Sollten wir vielleicht tun", ich nickte, denn eine Sonderbehandlung wäre auch nicht fair gegenüber Dorcas, denn dann würden wir genau dies tun, was wir eben nicht taten. Einen anders behandeln. Also sollten wir mit unserer jüngsten reden und ihr auch sagen, dass sie auch an sich arbeiten muss, da es so nicht weiter gehen kann.

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