Wohnzimmer

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Jared

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Hexe/Zauberer Hogwarts Abgeschlossen Hufflepuff Uni-Mitarbeiter/in Uni-Professor/in Orden des Phönix Zuschauer Halbblut Gut Legilimentik Erfunden Edit

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Re: Wohnzimmer

from Jared on 11/21/2020 12:47 AM

Wieder schüttelte ich den Kopf. Es hätte doch rein gar nichts gebracht, wenn Olive mit Artur geredet hätte. Vielleicht hätte er ihr noch nicht einmal recht zuhören können, nachdem sie es ihm gebeichtet hätte. "Wäre es so, dann hätte sie es schon lange vorher tun können, bevor sie Emmi noch erwischt", sagte ich nun zu ihr. "Ich weiß sowieso nicht, wie sie auf die Idee kam und ihre Affäre auch noch in ihr eigenes Haus einlädt. So als ob es das normalste der Welt wäre, obwohl sie Artur auch jeden Augenblick hätte erwischen können." Hatte sie denn gar keinen Anstand? Mit Emmeline hatte natürlich keiner gerechnet, wie denn auch? Aber mein bester Freund hätte auch früher von der Arbet nach Hause kommen können - und dann?
"Ich sage doch nur die Wahrheit, begreif es doch", erwiderte ich und stand nun jetzt auch vom Sofa auf. Ich konnte nicht mehr still sitzen. "Wenn sie genau weiß, was sie tat und dass es falsch ist, wieso hat sie es dann überhaupt gemacht?" Wieder sah ich meine Frau an und zog nun auch die Augenbrauen nach oben. Bitte was? "Hör auf nun auch noch Schuld bei ihm zu suchen! Olive hat ihn nun zum zweitem Mal betrogen und diesmal sind sie verheiratet und haben ein Kind. Sie hat die komplette Familie aufs Spiel gesetzt und du verteidigst sie auch noch!"

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Tess
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Re: Wohnzimmer

from Tess on 11/21/2020 11:41 PM

Meiner Meinung nach, wäre es gut gewesen, wenn sie gesprochen hätten. Sie hätte Artur sagen können, was sie dazu bewegt hat. Vielleicht lief in der Beziehung an sich etwas ganz gewaltig schief. Ich würde Jared jedes meiner Probleme sagen, so das es gar nicht erst zu soetwas kommen würde. Aber dennoch konnte es eben bei manch anderen anders sein. Da lief dann vielleicht doch irgendwas sehr schief. "Ich weiß auch nicht, was ihr da durch den Kopf ging. Vielleicht hat sie einfach mit niemanden gerechnet. Ich sage ja auch gar nicht, dass es in Ordnung ist und sie das gut gemacht hat.", sagte ich. Das wollte ich nicht sagen. Nie im Leben war das hier richtig. 
Ich verschränkte die Arme vor meiner Brust. "Ja, Jared. Ich verteidige sie. Denn Menschen machen Fehler. Du machst welche, ich mache welche und Olive macht welche. Sogar Artur macht welche. Und ja Olives Fehler hat sehr große Auswirkungen. Und kann ihr die Familie kosten. Aber dennoch ist sie meine Freundin. Sie ist immer für mich da und würde alles tun um Emmi zu schützen. Und ich will nicht das sie schlecht geredet wird, wegen einem Fehler.", meinte ich seufzend. "Und ich bin der Meinung das sie es mit Artur bereden muss. Und da stimmst du mich auch nicht um."

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Jared

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Re: Wohnzimmer

from Jared on 11/28/2020 08:12 PM

Wenn Tess es denn für so falsch hielt wie ich, wieso verteidigte sie Olive denn dann überhaupt so sehr? Keine Ahnung was ich getan hätte, wenn Artur sie betrogen hätte. So ruhig wäre ich sicher nicht geblieben. Ich konnte Lügen und Betruge einfach nicht leiden, vor allem wenn man wusste, dass sie andere verletzen. Und eigentlich wusste man das bei soetwas vorher. "Sie denkt einfach zu wenig nach. Hat sie damals schon nicht als die Sache mit Aaron passierte und jetzt das", meinte ich aufgebracht. Normalerweise war ich ein ruhiger Mensch, aber solche Aktionen machten mich wirklich wütend. "Vor allem sie lässt sich nicht auf irgendeinen Fremden ein. Nein. Es muss auch noch unser Arbeitskollege Alistair Blackwood sein! Und ich glaube kaum, dass sie das nicht wusste." Wir standen schon davor nicht so toll zu ihm, ich mochte seine Art nicht, aber jetzt war alles noch viel komplizierter. Wir mussten diesen Mann täglich sehen und uns vielleicht noch Kommentare anhören. Zumindest Artur würde nicht verschont bleiben.
"Das sollte sie sich dann vorher überlegen, Tess", erwiderte ich knapp. Ja, wir alle machten Fehler und unsere Handlungen hatten Auswirkungen auf so vieles, aber bei manchen Dingen konnte man es auch verhindern. Und das hier hätte sie verhindern können. "Sie kann ja gerne ihr Glück versuchen jetzt mit ihm zu sprechen, aber ich weiß nicht ob sie ihm noch was zu sagen hat." Sicher tat es ihr leid. Aber wenn sie meinen besten Freund liebte, hätte sie es nicht getan.

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Tess
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Re: Wohnzimmer

from Tess on 11/29/2020 05:08 PM

Ich seufzte und sah meinen Mann an. "Jared, sie denkt eventuell zu wenig nach. Aber Artur redet auch kaum mit ihr. Seit er diesen Vorfall hatte und seinen Job gekündigt hat, funktioniert bei den beiden kaum irgendwas richtig. Und ja, es war nicht richtig. Aber vielleicht hätte Olive ab und an auch mal ihren Mann gebraucht.", meinte ich. "Würdest du nicht mehr mit mir reden, dann würde ich mich auch ausgeschlossen fühlen. Und wüsste nicht was ich machen soll.", meinte ich seufzend. Ja, ich es war auch nicht richtig, dass es ein Arbeitskollege war. Und sie ihn jetzt andauernd sehen mussten. Es war eben Mist. Aber ändern konnte man es auch nicht. 
Dann atmete ich wirklich genervt aus. Das war doch jetzt nicht wahr. Sie mussten irgendwann mal reden. Und das hatte Jared jetzt doch versaut. Auch Artur musste sich mal öffnen, er konnte seine Frau auch nicht immer im Regen stehen lassen. "Ich finde es nicht toll, dass die beiden nicht mehr reden können. Aber gut. Du würdest ja auch niemanden zu hören, der einen Fehler gemacht hat."

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Jared

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Re: Wohnzimmer

from Jared on 12/03/2020 10:58 PM

Dass die beiden solche Beziehungsprobleme hatten, konnte ich nicht wissen, da Artur wirklich nicht darüber gesprochen hatte. Sicher, von dem Vorfall und dem Jobwechsel wusste ich, es hatte mich ja selbst gefreut, dass ich meinen besten Freund als neuen Kollegen begrüßen durfte, aber nach wie vor war es für mich kein richtiger Grund und definitiv keine Entschuldigung für die Sache, die Olive ihm und Emmi damit angetan hatte. "Das gibt ihr dennoch nicht die Erlaubnis sich einfach einen anderen Mann zu suchen, um sich zu vergnügen", meinte ich noch immer im selben Tonfall. "Und ich hoffe wirklich für dich, dass du das auch weißt und dich selbst dann nicht dazu entschließen, mich einfach so zu betrügen." Diesmal schaute ich sie genau an. Dieser Satz, dass sie nicht wüsste, was sie machen sollte, wenn ich nicht mehr mit ihr reden würde, gefiel mir absolut nicht, auch wenn ich eigentlich wusste, dass meine Frau mir treu war. Eigentlich sollte eine richtige Beziehung auch solche Zeiten durchhalten ohne dass gleich jemand fremdging.
"Das können sie doch!", meinte ich und hob beide Hände an. "Ich würde zuhören und ich kenne Artur gut genug, dass ich auch weiß, dass er zuhören wird, aber was er daraus macht, ist ganz allein seine Sache." Und ich glaubte kaum, dass er es Olive einfach so verzeihen könnte.

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Tess
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Re: Wohnzimmer

from Tess on 12/04/2020 02:18 PM

Ich sah meinen Mann nun an. "Traust du mir das wirklich zu Jared? Glaubst du echt ich würde dich betrügen? Das ich das könnte.", fragte ich nun und schluckte. Niemals würde ich mit einem anderen schlafen, nur weil es mit Jared nicht mehr so lief. So war ich einfach nicht. Und das sollte er wissen. Und jetzt ging es außerdem auch nicht mehr um Olive und Artur, sonder um mich und um ihn. Und bei dem Gedanken, dass Jared auch nur auf die Idee kam das ich ihn betrügen würde, musste ich mir doch stark die Tränen unterdrücken. Was nicht ganz funktioniert und ich mich von ihm weg drehen musste in der Hoffnung er bekam es nicht mit. Ich meinte mit Sicherheit nicht, dass ich ihn betrügen würde, aber ich wäre auf hilflos. 
"Er hätte mal viel früher zu hören sollen.", sagte ich leise. "Und vielleicht hätte er sich ab und an um seine Frau kümmern sollen. Olive ging es schon lange nicht mehr gut. Auch wenn es nicht rechtfertig, was sie getan hat. Das habe ich ihr auch gesagt, aber auch ihr geht es nicht gut. Und ich finde es unfair, die Schuld nur an ihr zu suchen."

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Jared

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Re: Wohnzimmer

from Jared on 12/06/2020 10:12 PM

So langsam wanderte das Thema von Olive und Artur zu Tess und mir und das war irgendwie nicht richtig so. Es waren nicht unsere Probleme, es waren deren. Ich atmete tief durch und merkte, dass ich gerade vielleicht ein wenig zu weit gegangen war. Ich hatte meiner Frau nichts vorgeworfen, aber ich merkte gerade, dass wir uns zu sehr hochschaukelten. Unsere besten Freunde hatten nichts mit unserer Ehe zu tun, auch wenn wir die beiden gerade unterstützen wollten. "Nein. Nein, das tue ich nicht", meinte ich nun etwas ruhiger und merkte aber direkt, dass ich da einen Punkt an ihr getroffen hatte, der sie weinen ließ. Spätestens als sie sich wegdrehte, ging ich einen Schritt auf sie zu und legte vorsichtig meine Hand auf ihre Schulter. "Tess, hey, es tut mir leid." Man merkte es mir an meiner Stimme an, dass ich es ernst meinte. Ich hasste es mit meiner Frau zu streiten und dann war es ja noch nicht einmal wegen einer Sache, die uns direkt betraf. Es waren unsere Freunde, die ein Problem hatten, nicht wir. "Artur und Olive haben ein gewaltiges Problem und das tut mir leid für die beiden, aber das sollte nichts bei uns ändern. Ich will mich nicht mit dir streiten müssen..." Nun wagte ich es auch sie wieder leicht zu mir zu drehen und sie in die Arme zu schließen. Sie konnte mich nach wie vor wegstoßen, aber ich wollte einfach nur, dass wir uns wieder vertrugen.

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Tess
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Re: Wohnzimmer

from Tess on 12/07/2020 07:08 PM

Ich fand es nicht in Ordnung, dass wir uns wegen unseren besten Freunden stritten. Natürlich stand er hinter Artur und ich hinter Olive. Das war einfach normal. Doch das sollte uns nicht stören. Wir sollten das nicht zu unserem Problem werden lassen. Und ich wollte ihn nicht wegen den beiden verlieren. Ich liebte ihn und das schon seit Jahren. "Das hat sich gerade anders angehört. Es hörte sich gerade an, als ob du mir das zutraust.", meinte ich und als ich seine Hand auf meiner Schulter spürte spannte ich mich kurz etwas an. Natürlich hörte ich das ihm leid tat, aber ich erwiderte erstmal nicht drauf. 
"Ich will mich auch nicht mit dir streiten. Aber wir stehen eben beide auf der Seite unserer Freunde und Olive ist eben meine Freundin und Artur dein Freund. Das sollte aber keinen Keil zwischen uns treiben.", meinte ich und legte dann die Arme um ihn, sofort entspannte ich mich wieder und ich fühlte mich sicher. "Jared, ich liebe dich so sehr, niemals würde ich dich betrügen. Das einzige was ich mehr als dich liebe, sind unsere Kinder und ich würde nichts tun, was dir oder ihnen schadet.", meinte ich und versteckte mein Gesicht etwas an seiner Brust. 

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Jared

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Re: Wohnzimmer

from Jared on 12/07/2020 11:45 PM

Mir war es schon immer wichtig gewesen, dass man in einer Beziehung über das sprach, was einen störte. Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten gehörten dazu, ganz egal ob man nur zusammen war oder auch verheiratet, aber Kommunikation war einfach das aller wichtigste neben dem Vertrauen, das man aufbringen musste. Das war es auch, was Tess und mich so lange glücklich bleiben ließ, unser kleines Geheimrezept sozusagen. Natürlich spielten unsere Kinder in unserer Ehe auch eine große Rolle, aber es waren eben nicht nur sie allein, die uns zusammen hielten. Wir waren nicht nur Mutter und Vater, wir waren auch Ehefrau und Ehemann und das war es, was wir nie vergessen hatten.
Ich merkte wie Tess' Anspannung abließ, als ich sie in meinem Arm hielt und sie sich auch gleich hineinfallen ließ. Lange Streitereien gab es bei uns auch meist gar nicht, sie war mir viel zu wichtig dafür. "Ich weiß das doch, Liebling", meinte ich leiser und strich ihr zunächst beruhigend über den Rücken, gab ihr einen Kuss aufs Haar und drückte sie nah an mich heran. Ich wusste es wirklich, denn ich vertraute meiner Frau und wusste, dass sie sich niemals auf soetwas einlassen würde, wie Olive es getan hatte. Andersrum wäre es aber genauso. Ich wollte niemanden anderes, nur sie. Meine Hand wanderte ein Stück nach oben, legte sich unter ihr Kinn, das ich leicht hochdrückte, sodass sie mich ansehen musste. Ich blickte ihr in die Augen und lächelte leicht. "Und ich liebe dich auch und da wird es auch nie jemanden geben, der mich mehr interessieren würde außer dich und unsere drei Liebsten." Sie und die Kinder. Das war alles was für mich zählte. Nun wanderte meine Hand noch etwas weiter, legte sich an ihre Wange, dann beugte ich mich das Stückchen runter und küsste sie.

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Tess
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Re: Wohnzimmer

from Tess on 12/10/2020 07:10 PM

Auch für mich war die Kommunikation das wichtigste. Für mich war es immer das erste was ich tat. Mit Jared reden, sollte mir irgendwas auf dem Herzen liegen und eigentlich wusste er das auch. Weswegen es bei uns nie dazu kommen würde, dass wir uns betrügen würden. Sicher nicht. Da würden mir andere Sachen eher einfallen, als Jared so weh zu tun. Aber das es bei Olive und Artur anders war, war hier eigentlich nicht unser Problem. 
Ich beruhigte mich etwas, als ich in seinem Arm lag. Auch seine Worte ließen mich ruhiger werden. Es war mir wichtig, dass er wusste, dass ich ihn niemals betrügen würde und ihn mehr liebte, als alles andere auf der Welt. Mehr als mich selbst. Sein Wohlergehen und das der Kinder standen immer über meinen. Schon seit dem wir zusammen gekommen waren. Meine Wange war zwar noch etwas nass, durch die Tränen, aber ich hatte mich hier wieder beruhigt. Auch wenn er echt meinen Schwachpunkt erwischt hatte. Aber ich wollte mich nicht mit ihm streiten. Nicht wegen einem Thema was uns nur indirekt betraff. Ich legte meine Arme um seinen Hals und erwiderte den Kuss. Sagen musste ich hier eigentlich nichts mehr. Und eigentlich musste weder ich noch er sich für irgendwas rechtfertigen. 

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